Famulaturbericht Brasilien, August 2019 –

Anfang des Jahres beschlossen wir, das zahnärztliche Hilfsprojekt Brasilien zu unterstützen und vor Ort zu helfen. Da wir beide bereits als Zahnärztinnen arbeiten, haben wir uns für dieses Projekt Urlaub genommen und wollten 2 Wochen Kinder in Recife behandeln.

Am 09. August startete unsere Reise von München über Madrid bis nach Recife. Wir wussten noch nicht was uns vor Ort erwarten würde, da die Station zuletzt vor einem Jahr von Kolleginnen besucht worden war. Angekommen in Recife wurden wir sehr herzlich von Esmeralda, einer Dame, die alles rund um die Schulen organisiert, in Empfang genommen und in unser neues Zuhause für die nächsten zwei Wochen gebracht. Wir schliefen in Olinda bei Nonnen und arbeiteten tagsüber in der Casa da Providencia in Recife.

Der nächste Tag startete für uns um 8:00 Uhr und wir wurden in die Schule Casa da Providencia gebracht. Dort angekommen, haben wir uns am ersten Tag erst einmal einen Überblick über die zu behandelnden Kinder verschafft und das Behandlungszimmer und die Materialien aufgeräumt und sortiert.

Behandelt wurden Kinder der 2. – 5. Klasse. Vormittags waren die 2. und 3. Klasse, nachmittags die 4. und 5. Klasse dran. Nachdem wir den Befund aufgenommen hatten, starteten wir auch mit den Behandlungen. Viele Kinder hatten sich bereits auf die neuen „Dentistas“ sehr gefreut und super mitgemacht.

Die Behandlungen erstreckten sich von einfachen prophylaktischen Maßnahmen über konservierende Maßnahmen bis hin zur Zahnextraktion. Da die meisten Kinder aus einem sozial schwachen Umfeld stammen, war es uns eine umso größere Herzensangelegenheit, alle Kinder vor unserer Abreise zu sehen und zu behandeln. Täglich wurden wir von den Kindern in der Schule sehr herzlich empfangen und haben so viel Liebe bekommen, dass uns der Abschied nach 2 Wochen extrem schwer fiel.

In der Zeit haben wir 68 Kinder untersucht. Wir haben 21 Füllungen, 13 Zahnextraktionen, 5 tränenreiche Behandlungen durchgeführt und 2 Behandlungen, welche nur mit mütterlicher Unterstützung möglich waren. 1 Behandlung im Doppelpack, 68 Zahnreinigungen und Fluoridierungen und Zahnputztraining. 250 verschenkte Zahnbürsten und -pasten, ein Rucksack voller Spielzeug, 4 Tiger, 4 Fußbälle und 5 Wasserpistolen für besonders tapfere und mutige kleine Patienten. Die Zeit in Brasilien hat uns unglaublich viel Freude bereitet und war eine gute Möglichkeit, unsere Ansichten auf das Leben neu zu reflektieren. Wir wissen, dass dank dieses Projektes Kindern vor Ort eine zahnmedizinische Versorgung zur Verfügung steht und alle, die Teil dieser Schulen und des Projektes sind, stets um das Wohlbefinden der Kinder bemüht sind.

Wir bedanken uns bei Ruben, dem Initiator der Stiftung, der alles in die Wege geleitet hat, bei den Lehrern und Mitarbeitern vor Ort und natürlich vor allem den Sponsoren, Garrison, Hu Friedy, VOCO, Ivoclar Vivadent, Hahnenkratt, Rancka-Werbung, Frasaco, 7Days, Acurata, Horico, Camlog, TePe, NWD, Bausch, Alpro, der MaiMed GmbH, DMG, Serag Wiessner, Dürr Dental, Dr. Kantelhardt in Landsberg am Lech, Katja Masur, Masur Implantatzentrum in Bad Wörishofen und der Zahnarztpraxis Dr. Azad in München, ohne deren großzügige Spenden, die Behandlung nicht möglich gewesen wäre!

Mariia Lapshyna & Yasmin Azad