Von der Idee zum internationalen Medizinproduktehersteller
Der Wille und der Wunsch, was Eigenständiges zu machen, waren bei mir schon immer da.
Schon während der Schulzeit habe ich auf eigene Rechnung Pizza gebacken und verkauft. Als Angestellter habe ich erste Erfahrung in der Produktion und dem Vertrieb von Medizinprodukten gesammelt. Je besser ich die Branche kennengelernt habe und je größer mein Netzwerk und meine „unternehmerische Selbstverantwortung“ wurden, desto mehr war mir klar: Mach es selbst!
1996 bot sich mir die passende Gelegenheit. Ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und die MaiMed GmbH gegründet.

Gründer & CEO
Von Hamburg bin ich mitten in die Lüneburger Heide gezogen. In Neuenkirchen habe ich mein gesamtes Startkapital in einen Container Mulltupfer investiert. Und in einen kleinen Produktionsraum im Keller, in dem kaum 2 Personen nebeneinanderstehen konnten.
Mein Ziel war es, individuelle sterile Sets für Ärzte und Krankenhäuser zu produzieren und die ersten beiden Jahre zu nutzen, die damals für Hersteller von Medizinprodukten verpflichtende Norm DIN EN 46001 zu erfüllen.
Der Plan ging auf. 1998 wurde MaiMed offiziell zertifiziert, sowohl die allgemeinen Qualitätsanforderungen als auch die besonderen regulatorischen Anforderungen für Medizinprodukte als international agierender Hersteller zu erfüllen.
In den darauffolgenden Jahren haben wir unser Produktsortiment schrittweise um Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Schutzprodukte sowie Hygiene- und Pflegeartikel erweitert.
Für mich stellte sich jetzt die Frage: Wo können wir hin?
Mit der Verwaltung sind wir mehrfach in Neuenkirchen umgezogen, wir haben um- und angebaut. Unsere Lagerräume waren in der Region Niedersachsen, bis nach Hamburg und Hannover verteilt. Diese dezentrale Organisation in Kombination mit der zu der Zeit analogen und manuellen Logistik waren eine große Herausforderung.
Orte in verkehrsgünstiger Lage und in der Nähe zu einem Hafen gab es einige. Aber meine Mitarbeiter waren hier. Sie waren der entscheidende Faktor. Also war für mich schnell klar, wir bleiben in Neuenkirchen.
2007 haben wir mit der Planung und dem Bau unserer Verwaltung und unseres Logistikzentrums am heutigen Standort in der Robert-Koch-Str. 1-7 begonnen. 2009 sind wir eingezogen. Seitdem sind wir kontinuierlich weitergewachsen.
Heute ist MaiMed mit rund 100 Mitarbeitern in Verwaltung und Lagerlogistik ein international agierender Medizinproduktehersteller. Unser hochmodernes Logistikzentrum mit teilautomatisiertem Hochregal- und Speziallager bietet Platz für 55.000 Paletten. Wir haben über 1.500 Produkte im Sortiment. Als systemische Ergänzung der medizinischen Einmalprodukte bieten wir eigene Pflege- und Desinfektionsserien sowie Hygienemanagement als Service an. Unsere Lieferquote beträgt fast 99 Prozent binnen 48 Stunden innerhalb Deutschlands.
Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mit diesem Erfolg gerechnet habe. Ja, habe ich! Weil ich wusste, dass es geht.
Mir war klar, der Einsatz ist hoch. 14 bis 16 Stunden pro Tag über Jahrzehnte hinweg. Das kann man nur machen, wenn man Spaß daran hat. Den habe ich, immer noch.
Natürlich hat sich meine Arbeit verändert. Früher habe ich viel mehr operativ gemacht, heute ist mein Job überwiegend strategisch. Ein Prozess, der nicht immer einfach war. Ich musste lernen, loszulassen und zu delegieren. Den Rahmen vorzugeben und den Mitarbeitern Freiheit für Entscheidungen zu geben. Heute arbeiten wir in flachen Hierarchien, mit viel Verantwortung an den einzelnen Positionen. Das macht uns schnell und flexibel. Und ist ein großer Vorteil zu vielen Mitbewerbern am Markt.
30 Jahre MaiMed
In diesem Jahr feiern wir 30-jähriges Jubiläum. 30 Jahre Medizinprodukte für Menschen. Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Und ich bin sehr stolz auf meine Mitarbeiter. Ihr Einsatz und ihre Unterstützung haben den Erfolg erst möglich gemacht. DANKE!

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich Rahmenbedingungen jederzeit ändern können. Politik, Energieversorgung, Industrie und Gesundheitswesen sind eng miteinander verflochten. Unsere Produkte entstehen in internationalen Wertschöpfungsketten, die empfindlich auf Schwankungen auf den Rohstoffmärkten und Störungen in den Logistikketten reagieren. Als Medizinproduktehersteller müssen wir den uns zugedachten Versorgungsauftrag permanent sicherstellen und auf Veränderungen schnell und flexibel reagieren. Dafür ist MaiMed bestens gerüstet. Wir haben frühzeitig in strategische Lagerhaltung, diversifizierte Lieferantenstrukturen, digitalisierte Prozesse und Automatisierung investiert und sind fit für die Zukunft!

Gründer & CEO (Chief Executive Officer)