Nach unserer Zusage von DIANO e.V wussten wir nun endlich, dass es für uns nach Jamaika gehen würde. Die Flüge wurden gebucht und im Vorfeld kümmerten wir uns fleißig um Sachspenden. Nach unserer Vorbereitungsphase war es Anfang Februar soweit. Mit hundert Kilogramm Spendengepäck in unseren Koffern machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt um von dort aus gemeinsam mit den anderen Famulanten nach Montego Bay zu fliegen.

Direkt am nächsten Morgen wurden wir herzlich im Ministry of Health in Kingston von Dr. Irving McKenzie, dem obersten „Dental Chief Officer“, empfangen, wo wir uns bei einem jamaikanischen Lunch kennengelernt haben. Hier erfuhren wir, welche Hilfseinsätze für uns vorgesehen sind und wie der Ablauf der Famulatur angedacht war. Wir wurden auf verschiedene öffentliche Kliniken aufgeteilt, in denen wir an der Seite der zuständigen Zahnärzte mitarbeiten durften. Wir haben sehr von dem Erfahrungsschatzder ortsständigen Zahnärzte, vor allem imchirurgischen Bereich (Extraktionen),profitiert. Der zweite Teil bestand aus Health-Fair-Einsätzen, bei denen wir in öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kirchen, Schulen oder Fußballvereinen gefahren sind, um dort eine Art „Camp“ mit mobilen Stühlen aufzubauen.

Die Menschen in Jamaika haben nur einen sehr begrenzten Zugang zu öffentlichen medizinischen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Kliniken. Diese sind sehr klein und oft auch nicht in Betrieb. Hier ist ein großer Handlungsbedarf, allerdings fehlt oft die nötige Struktur und Organisation. Bei diesem Health-Fair-Events haben die Jamaikaner die Möglichkeit eine kostenlose Behandlung wie Cleanings oder Extraktionen zu bekommen. Der dritte Teil bestand aus Screenings in Schulen, bei denen wir den Zahnstatus der Kinder aufgenommen und den Behandlungsbedarf beurteilt haben. Zusammengefasst bestand der Großteil aller Behandlungen aus Cleanings und Screenings, dazu Extraktionen und ein paar Füllungen. Die jamaikanische Mentalität ist sehr offen und freundlich und besonders die Kinder begrüßten uns, im wahrsten Sinne des Wortes, mit offenen Armen. Wir haben uns immer sehr sicher in Kingston gefühlt und haben meist das Gefühl gehabt, freundlich, offen und respektvoll behandelt zu.

 

Einen besonderen Dank möchten wir Ihnen aussprechen. Ohne Sie wäre unser Einsatz in dieser Form nicht möglich gewesen. Sie tragen haben dazu beigetragen eine zahnmedizinische Versorgung in Kingston aufzubauen. Vielen Dank für die großzügige Unterstützung.
Vielen Dank!
Franziska Gohmann und Jacky Dilly